Archiv für August 2011

Auf und Ab an den Börsen

Dass es in den letzten Monaten an den Börsen ruhig zugegangen sei, wird wohl niemand behaupten können. Ganz im Gegenteil, im Zuge der Krisen im Euroraum, sowie in den USA, in der vergangenen Zeit, wurden viele Anleger zutiefst verunsichert und der gesamte Finanzmarkt ins Wanken gebracht. Gerade Aktien, denen von vielen Experten, so wie zum Beispiel Jürg Zeltner, CEO des UBS Wealth Management, noch immer „großes Potential“ zugesprochen wird, befinden sich in einer Talfahrt nach der anderen. Man kann den Kursen nicht mehr vertrauen. Ein Grund, warum sich viele Investoren von den sonst so beliebten Anlagemöglichkeiten fern halten und sich in sichere Investitionen wie Gold retten.

In dieser Woche überraschte der Deutsche Aktienindex DAX mit einer neuen, radikalen Entwicklung. Nachdem die Kurse in den vergangenen Wochen auf und ab gegangen waren, fiel der DAX am Donnerstag überraschend um beinahe 200 Punkte. Die Verluste konnten bis zum Handelsschluss zwar so gut es ging bereinigt werden, der Schock saß jedoch erst einmal tief. Experten wissen nicht genau, wie sie sich diese Entwicklung erklären sollen. Die Deutsche Börse vertritt die Ansicht, der Absturz des DAX sei Massenverkäufen zu verdanken, doch so ganz auf diese Theorie fest legen, möchte man sich auch nicht. Es habe eine Volatilitätsunterbrechung gegeben, so ließ die Deutsche Börse verlauten, und das bei etwa zwei Dritteln der DAX Werte.

Die Gerüchteküche sah dieses Geschehen natürlich sofort zum Anlass, um Vermutungen hoch kochen zu lassen. Ein Händler sagte dazu: „Da es keine Erklärung gibt, die allgemein zugänglich ist, kommen gern schnell dümmliche Erklärungsversuche in Form von Gerüchten auf“. In der Tat hatte das Gerücht die Runde gemacht, die amerikanische Stadt Harrisburg sei zahlungsunfähig. Es stellte sich jedoch sehr schnell heraus, dass die Börsianer, die dieses Gerücht in den Umlauf gebracht hatten, auf der falschen Fährte waren, denn der Dow Jones reagierte kaum, was, im Falle einer Zahlungsunfähigkeit, nicht der Fall gewesen wäre. Möglicherweise lag der Absturz des DAX auch einfach daran, dass Händler Wertpapieraufträge fehlerhaft eingegeben hatten und somit die Kursbewegungen verursachten. Inzwischen hat der DAX sich wieder erholt und Händler hoffen auf eine weniger spektakuläre Restwoche.

Ein Ende der Börsenkrise ist in Sicht

Nach den äußerst turbulenten vergangenen Monaten an den internationalen Finanzmärkten scheinen sich die Börsen weltweit wieder zu erholen, die Aktienindexe tauchen wieder aus der Tiefe auf und die Stimmung, die seit langem nicht mehr als entspannt zu bezeichnen war, lockert sich langsam wieder auf. In diesem Sommer schien das Motto an den Börsen weltweit „Nach der Krise ist vor der Krise“ zu lauten. Im Euroraum zog die Zahlungsunfähigkeit und Herabstufung Griechenlands, sowie die schwächelnde Finanzlage in Italien und Spanien die Börsen mit herunter, das kurzzeitig umgehende Gerücht, auch Frankreich stehe kurz vor einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit, trug auch nicht gerade zu einer Verbesserung bei. Die USA hatten noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Erstmalig in der Geschichte wurde nämlich ihre Topwertung tatsächlich nach unten gestuft. Dies folgte auf einen wochenlangen Kampf unter den Parteien, eine drohende Zahlungsunfähigkeit, um es kurz zu machen, eine gestandene Schuldenkrise.

Die Märkte hatten darunter am meisten zu leiden und die schlechte Stimmung übertrug sich auf die Börsen weltweit. Nun, wenige Wochen nach der Herabstufung der USA und dem knappen Vorbeischrammen an der Zahlungsunfähigkeit, scheinen sich jedoch die Börsen vieler Länder wieder zu erholen. Es wird jedoch auch deutlich, wie leicht diese aus dem Konzept zu bringen sind, man denke nur an den Aufruhr nach dem Gerücht, Frankreich würde herabgestuft werden. Allein das brachte einen Tag lang den gesamten europäischen Markt ins Wanken. Jürg Zeltner, CEO des UBS Wealth Management war schon vor den aktuellen Krisen der Meinung: „Weltweit werden 2011 Regierungen und Zentralbanken weit reichende politische und wirtschaftliche Entscheidungen treffen. Die werden auch für andere Länder zu spüren sein. Und daraus können internationale Währungs- und Handelskonflikte entstehen.“

Wie bereits erwähnt, entspannt sich die Lage wieder zusehends. So konnten am Anfang dieser Woche die Börsen in den USA wieder Gewinne verbuchen. Dennoch ist noch immer zu beobachten, dass die meisten Anleger Risikokäufe scheuen und sich in Investitionen retten, die so sicher wie möglich erscheinen, darunter vor allem Edelmetalle und auch Immobilien. Aktien haben es deshalb noch immer nicht leicht. Aus Angst vor einer neuen Rezession hatten sich die meisten Anleger in den letzten Wochen von Aktien abgewandt.

Schwere Zeiten für Aktien

Die internationalen Finanzmärkte haben in diesen Tagen unter mehreren Krisen zu leiden. Zum einen die Kreditunwürdigkeit Griechenlands, die dem Euroraum zu schaffen macht und zum anderen die Schuldenkrise in den USA, die möglicherweise zur Zahlungsunfähigkeit des Landes führen könnte. Auch die europäischen Aktienmärkte spüren die Auswirkungen immer stärker. Dies soll sich laut Expertenmeinung auch in den kommenden Wochen nicht so schnell ändern. Dabei bescheinigt beispielsweise Jürg Zeltner, CEO des Wealth Management der UBS, Aktien allgemein in der heutigen Zeit ein hohes Potential.
Der immer weiter steigende Vertrauensverlust von Investoren macht den Märkten weltweit zu schaffen. Dies trifft genau in dem Moment ein, wo auch die konjunkturelle Situation immer schwieriger wird. Aktienanleger müssen derzeit, sowie auch in der nahen Zukunft, mit starken Schwankungen am Markt rechnen. So fiel beispielsweise der Dax in der vergangenen Woche um knapp drei Prozent. Wenn man sich von den Unternehmensbilanzen Unterstützung erhofft hatte, so wird diese Hoffnung ebenfalls enttäuscht. Die erstaunlich guten Quartalszahlen in den USA wurden von den deutschen Unternehmen in dieser Berichtssaison noch nicht erreicht. Doch noch haben nicht alle Unternehmenszahlen die Öffentlichkeit erreicht. Nächste Woche stehen zum Beispiel die der Münchener Rück und Allianz bevor. Auch BMW und die Deutsche Post werden ihre Ergebnisse in der nächsten Woche veröffentlichen. Auf diese Bilanzen werden die Anleger einen genauen Blick werfen.
Was jedoch die größte Sorge auf dem Finanzmarkt bereitet, ist die derzeit schlechte Lage der USA. Nicht nur die Schuldenkrise wirft einen Schatten über das Land, und könnte zu einer zeitweisen Zahlungsunfähigkeit führen, auch die US Konjunkturdaten sehen alles andere als rosig aus. Analysten messen diesen gerade jetzt eine besonders hohe Bedeutung zu. Unabhängig davon, ob eine Zahlungsunfähigkeit in der kommenden Woche abgewendet werden kann, steigt doch das Risiko des Verlusts der Top-Bonitätsnote der USA. Das Wachstum der Wirtschaft des Landes war im ersten Halbjahr eindeutig geringer, als es Experten im Vorfeld eingeschätzt hatten. Die Kaufkraft nahm ab und auch die Beschäftigtenzahlen gaben Grund zur Sorge, worauf sich auch die Anleger konzentrieren. Die Börsianer werden sich demnach auch in den kommenden Tagen, wenn nicht sogar Wochen, auf ein Auf und Ab an den Märkten gefasst machen müssen.

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